Modell Marcuswagen

MOTORISIERUNG

Die Geschichte der Motorisierung begann mit der Erfindung des "Rads". Für die ersten einfachen Fortbewegungsmittel wurden in der Folge "Straßen" gebaut. diese wurden für militärische Zwecke oder für den Handel genutzt. Die sog. "Säumer" führten ihre mit Salz, Wein und Gewürzen beladenen Tragetiere über unwegsame Pässe. später folgten Pferdefuhrwerke für den Warentransport.

Als mit der Erfindung der ersten Dampfmaschine durch James Watt 1769 die industrielle Revolution eingeleitet wurde, beherrschten auf den Straßen noch Pferd und Wagen das Alltagsgeschehen. Bahnbrechend war die Erfindung des "Marcuswagens", benannt nach seinem Erfinder, dem Österreicher Siegfried Marcus. Auf ihn sind zwei Motorwagen zurückzuführen. Um 1870 setzte er einem handwagenähnlichem Fahrzeug einen Verbrennungsmotor ein. Dieser war um einiges stärker als eine Dampfmaschine. Der sog. zweite Marcuswagen - ein hölzernes Gestell mit Fahrersitz - wurde 1890 als technische Weiterentwicklung gebaut. Er gilt als Meilenstein in der Entwicklung des Automobils und als das erste nennenswerte Kraftfahrzeug im heutigen Sinne, da die wesentlich Elemente des modernen Autos, nämlich Antrieb durch einen Kurbelmotor, elektrische Zündung und Benzin als Treibstoff zur Anwendung gelangten.

Auch der Bau des "Ottomotors" 1864 war von großer Bedeutung. Als es Carl Benz und Gottlieb Daimler gelang Verbrennungsmotoren in Straßenfahrzeuge einzubauen, war die Motorisierung auf den Straßen nicht mehr auf zuhalten. Neben Personenwagen und Mopeds wurden erste Lastfahrzeuge für den Gütertransport gebaut.

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